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Alice-im-Wunderland-SyndromStörungen des Körperschemas, wie sie Charles Lutwidge Dodgson, alias Lewis Carroll, in seinem Buch "Alice im Wunderland" beschrieb, können auch während einer Migräne-Attacke auftreten. ![]() Das berühmte Kinderbuch veröffentliche Dodgson unter seinem Pseudonym 'Lewis Carroll' im Jahr 1865.
Mythos oder Wirklichkeit?Die Migräne-Aura könnte die Inspiration für Lewis Carroll's Beschreibungen sein, sowohl in "Alice im Wunderland" als auch später in "Alice hinter den Spiegeln" (1871). Dies schlugen Wissenschaftler in der englischen Zeitschrift Lancet 1999 erneut vor und legten für die viel umstrittene These neue Beweise vor. Schon 1952 beschrieb Lippman eigentümliche Halluzinationen des Körperschemas, die bei Migräne auftreten, und er schlug vor, Carroll könnte seine eigenen Migräneerfahrungen in seinen beiden Büchern verarbeitet haben. Todd prägte dann 1955 die Bezeichnung "Alice-im-Wunderland-Syndrom" für diese Phänomene. Diese Theorie wurde immer wieder angefochten, da Carroll, bevor er seine Bücher schrieb, scheinbar nie in seinen Tagebucheinträgen Migränesymptome erwähnte. Dr. Klaus Podoll von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der RWTH Aachen und Derek Robinson von Berkshire (GB) fanden überzeugende Hinweise auf eine Beziehung. Zwei Hinweise, eine Zeichnung und ein Eintrag, deuten darauf hin, dass Carroll schon vor der Konzeption seines ersten Buches die Symptome der Migräne-Aura erlebte. Zunächst ist ein Frontispiz aus Carroll's Familienmagazin "Mischmasch", das er zwischen 1855 und 1862 veröffentlichte, mit einem fehlenden Bereich zu sehen. Die fehlende Fläche ähnelt einem blinden Fleck, wie er zeitweise während einer Migräne-Aura auftreten kann. Am 12. Januar 1856 dann dieser Tagebucheintrag: "Konsultierte Mr. Bowman, Augenarzt, wegen meines rechten Auges: er scheint nicht zu denken etwas könnte zur Abhilfe getan werden, er empfiehlt mir aber weder allzu lang am Stück zu lesen noch im Zug und nur bei sehr hellem Kerzenlicht" Die Wissenschaftler denken, daß Carroll's Sehbeschwerden auf eine Migräne-Aura hindeuten, ein Symptom, das zu seiner Zeit unter den Ärzten nicht weit bekannt war. Sie behaupten, dass wenigstens einige der Abenteuer von Alice auf persönlicher Wahrnehmung beruhen, anders seien die zahlreichen Übereinstimmungen der beschrieben Erlebnisse mit Aura-Symptomen nicht überzeugend zu erklären. Weitere LiteraturLippman CW. Certain hallucinations peculiar to migraine. J Nerv Ment Dis 1952; 116: 346-351. ![]() Autor: Dr. med. Klaus Podoll
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Copyright © 2005 Migräne-Aura Stiftung (i.G.), Alle Rechte vorbehalten. Letzte Aktualisierung der Website: Juni 05, 2006 http://migraine-aura.org/DE/Alice_im_Wunderland.html |